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Ihr möchtete gerne mehr wissen?
Wo hat Sascha Kaisler studiert, Unterricht gehabt und sich seine Inspiration geholt? Was spielt er für Drums und wie schaut sein Equipment aus? Hier bekommt ihr die Antworten...!
Personal Stuff
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Name: Sascha Kaisler
Spielt Drums seit: ca. 1984
Erstes Set: Ein altes Pearl Set mit einer Hänge- und einer Standtom, grausam blechigen Becken und "super" Hardware. Mit diesem Teil verband mich eine Hassliebe. Es sah richtig mies aus, aber es war das Einzige Teil, das ich zu Hause hatte...
Lieblingsdrummer: Oh, schwere Frage... Das wechselt von Zeit zu Zeit. Mein erster "Drumhero" war definitv Dave Weckl. Der Dani Löble (von Helloween), mit dem ich als Kind 20 Jahre im gleiche Kaff gewohnt habe, und mit dem ich früher als kleiner Steppke Fussball gespielt habe, meinte eines Tages: "Dave Weckl ist geil, Alter!" Da kaufte ich mir ein "Chick Corea"-Album ("Inside out") und es war um mich geschehen. Allerdings hat es noch einige Jahre gedauert bis ich verstand was Dave da gemacht hat. Aber es war schon sehr eindrucksvoll...
Erster Gig: Das müsste ca. 1987 gewesen sein. Ich habe mit meiner ersten Band "Assertor" beim Abschlussball meiner Schule gespielt. Die komplette Aula der Schule war voll mit Leuten und mir kam der Gig vor wie im Flug. Ich habe sogar bei meinem ersten Gig ein Drumsolo gespielt!
Schönstes Highlight: Mit einer meiner früheren Bands "Smile" hatten wir eines Tages im Sommer auf einem Festival in Liechtenstein gespielt. Es war absolut schlecht organisiert, wir bekamen nix zu essen, die Techniker waren unfähig, etc. Nach dem Soundcheck legten wir uns auf eine Wiese in die Sonne und haben überlegt wieder heim zu fahren... Wir machten die ganze Zeit total sarkastische Späße, bei dem wir alle Typen von diesem Tag verarschten, da wir dachten das wird ja eh nix. Dann wurde es Zeit wieder zurück zu gehen und sahen plötzlich all diese Leute auf der Straße gehen. Wir dachten noch "Shit, wo die hingen, DA sollten wir spielen...". Sie kamen aber tatsächlich alle zum Konzert. Wir waren total verblüfft. Wir spielten uns den Arsch ab, hauten so richtig "auffe Kacke", und die Leute sind komplett ausgerastet! Einer kam sogar auf die Bühne und hat mir mein verschwiztes T-Shirt vom Leib gerissen, ha, ha, total geil! Nach dem Konzert habe ich zum ersten mal in meinem Leben eine ausgiebige Autogrammstunde gemacht, bei der ich sogar meinen Zeigefinger in Bier tauchte um auf Shirts und Jacken zu unterschreiben. Wir waren total übermütig und aufgeputsch von den Reaktionen auf die Show. Den ganzen Abend lang ging im Abstand von 10m eine Menschentraube hinter uns her und hat unsere Songs gesungen die sie gerade vor 1 Stunde gehört hatten... das war irgendwie irreal. So fühlen sich also Rockstars...
Schlechteste Erfahrung: Im Prinzip all die Arschlöcher, die du im Laufe deiner musikalischen Laufbahn triffst. Und glaub mir, ich habe sie alle getroffen...!!
Wieviel übst du am Tag?: Wenn ich frei habe sind es in der Regel zwischen 5 und 8 Stunden am Tag. Das wird aufgeteilt in Technikübungen (am "Practicepad" für Hände und Füsse) und Sachen am Set.
Welches Ziel hast du?: Ich möchte auf meinem Instrument so gut wie nur möglich werden, ich will besser sein als alles was ich mir vorstellen kann. Aus dem Kaff, aus dem ich kam, hatte man für Musiker in dem Sinne nicht viel übrig. "Wenn du nix richtiges arbeitest, bist du nix", verstehst du... Das hat mich aber nur noch mehr gekickt. Ich habe mir immer die Top-Leute als Maßstab genommen und nicht den Feld- Wald- und Wiesentrommler aus der nächsten Covercombo um´s Eck. Wenn ich was von ihm lernen kann, super! Die Erkenntnis trifft dich manchmal an den komischsten Orten... Ach ja, und ansonsten will ich natürlich Rockstar werden, wenn ich mal groß bin, ha, ha.
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